
Andreas Lendner, Vertriebs-Chef Unternehmenslösungen DACH
Hannover, 07.03.08.-13:00 – Die Zeichen stehen ohne Zweifel auf All-IP auch in den Unternehmensnetzwerken. Aber was heißt das für die vielen Unternehmen genau, die zurzeit erwägen, ihre Kommunikationssysteme auf IP umzustellen? Alcatel-Lucent startet dazu heute (Freitag) auf der CeBIT 2008 ein eigens auf die Umstellungen ausgerichtetes Vertriebsprogramm und eröffnet ein neues Online-Portal unter www.alcatel-lucent.de/move2us, das Hilfestellung bei der Planung leistet. Portel.de sprach mit Andreas Lendner, dem Vertriebs-Chef für Unternehmenslösungen in der Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) bei Alcatel-Lucent, über die Vorteile und die Tücken der neuen IP-basierten Unternehmensnetze. Das Gespräch führte Georg Stanossek.
Portel.de: Herr Lendner, Sie starten heute auf der CeBIT Ihre Kampagne „Move 2 Alcatel-Lucent“. Was steckt hinter dem neuen Vertriebsprogramm?
A.Lendner: Unternehmen stellen immer schneller ihre Sprach- und Dateninfrastruktur auf IP um. Dabei müssen sie darauf achten, dass sie innovative Technik einkaufen, die vielfältig einsetzbar und gleichzeitig zukunftssicher ist. Eine IP-Infrastruktur kann beispielsweise nicht nur relativ kostengünstig angeschafft und betrieben werden, sie ist auch Grundlage für neue Dienste und Anwendungen, die Wettbewerbsvorteile und weiteres Wachstum versprechen. Die Umstellung auf IP führt – nach den notwendigen Anfangsinvestitionen – mittelfristig zu deutlich niedrigeren Betriebskosten. Das Portal, das wir heute frei schalten, hilft Unternehmen dabei, ihr Einsparpotential bei einer Umstellung auf IP zu berechnen. Kriterien wie Energieeffizienz und die Gesamtkosten einer Migration fließen da hinein. Mit unseren Werkzeugen helfen wir Unternehmen, die richtige Entscheidung für ihre Geschäftstätigkeit zu treffen.
Portel.de: Können Sie ein paar Faktoren nennen, von denen die Höhe der Einsparungen abhängt?
A.Lendner: CIOs berücksichtigen bei ihren Investitionsentscheidungen vor allem die Gesamtkosten und wägen diese mit den Geschäftszielen ab. Auf diese Überlegungen gehen wir konkret ein, indem wir Leistungsmerkmale wie ‚Q Signaling’ integrieren. Damit können Unternehmen beispielsweise ihre IP-Kommunikation mit den vorhandenen TK-Anlagen koppeln und müssen nicht sofort neue Anlagen anschaffen. Oder nehmen Sie Managed Services-Konzepte: Sie binden kein Kapital und stellen den Unternehmen die neueste Technologie zur Verfügung. Dazu gehören auch Security-Lösungen aus den Bell Labs zur Absicherung von Geschäftsprozessen.

Das IP-Touch Telefon von Alcatel-Lucent
Neue Hardware - neue Dienste - neue Anwendungen
Portel.de: In welchem Rahmen bewegt sich das Einsparpotential für die Unternehmen und welche Nebenkosten können entstehen?
A.Lendner: Die genauen Kosteneinsparungen sind je nach Unternehmen sehr individuell. Nach unseren Berechnungen können sie bis zu 30 Prozent betragen, verglichen mit den heute weit verbreiteten TDM-basierenden Systemen. Das ist ein signifikantes Einsparpotenzial, das wir mit einem zusätzlichen Anreiz noch weiter untermauern: Bei einem Vertragsabschluß erhalten neue Kunden 15 Prozent mehr Kommunikationslizenzen ohne Preisaufschlag. Diese Mehrleistung bezieht sich zum Beispiel auf Lizenzen für IP-Telefonie, Unified Communications oder Call Center.
Portel.de: Wie funktioniert das neue Vertriebssystem von Alcatel-Lucent?
A.Lendner: Interessierte Kunden beantworten online einige einfache Fragen und können so ein Angebot anfordern. Einen Erstkontakt wollen wir innerhalb von 48 Stunden herstellen, einen ersten Kostenvoranschlag innerhalb von fünf Arbeitstagen vorlegen. Der Kostenvoranschlag erfolgt maßgeschneidert auf die Kundenbedürfnisse und auf Basis von verschiedenen, im System hinterlegten Kundenprofilen.
Portel.de: Leistet Alcatel-Lucent das bundesweit alles alleine oder gibt es Partner?
A.Lendner: Wir arbeiten hier mit unserer Telesales-Organisation und unseren Business Partnern zusammen. Große Partner, die national wie auch international tätig sind, sind z.B. T-Systems, NextiraOne und Computacenter. Aber auch mit eher regional tätigen Business Partnern arbeiten wir Hand in Hand.
Portel.de: Und Sie glauben, dass Alcatel-Lucent durch einen einfachen Fragenkatalog im Internet neue Geschäftskunden gewinnen kann?
A.Lendner: Grundsätzlich ja – warum nicht? Das Internet ist dabei nur ein Kontaktmedium. Viele Kunden orientieren sich zur Zeit neu. Über das Angebot von 15 Prozent zusätzlichen Gratis-Lizenzen hinaus können potenzielle Kunden bei uns noch kostenlose Beratungsleistungen in Anspruch nehmen, wie eine Überprüfung der Netzarchitektur – ein sogenanntes Network Audit, eine Überprüfung der Eignung für VoIP, ein „Green IT Audit“ zum Energieverbrauch und Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise.
Portel.de: Green IT schein mir auf dieser CeBIT ziemlich hochgepusht. Wie „grün“ sind denn die Unternehmenslösungen von ALU?
A.Lendner: Green IT ist ein hochaktuelles Thema, und das nicht nur aus Imagegründen. Wer in energiesparende Produkte investiert, hat klare Kostenvorteile. Unsere VoIP-Lösungen wie z.B. OmniPCX, vor allem aber unsere Datenprodukte wie z.B. OS9000, verbrauchen deutlich weniger Strom als bekannte Wettbewerbsprodukte.
Portel.de: Ich könnte mir vorstellen, dass die Mitarbeiter in den Unternehmen nach der Umstellung erst einmal mit den neuen Systemen zu kämpfen haben werden. Zeigen Sie denen, wie das geht?
A.Lendner: Klar, dass es bei so einer Umstellung von Hardware und Diensten einiges zu beachten gibt. Wir bieten unseren Kunden deshalb fünf frei wählbare Trainingstage an der Alcatel-Lucent Universität in Stuttgart an. Zusätzlich bieten unsere Partner maßgeschneiderte Dienstleistungen für solche Migrationen an.
Portel.de: Sie haben das Vertriebsprogramm bis zum 30. Juni 2008 befristet. Heißt das, es ist eine sehr aufwändige und teure Maßnahme für Alcatel-Lucent?
A.Lendner: Wir möchten neue Kunden gewinnen und für dieses Ziel investieren wir auch. Die aktuellen Marktchancen rechtfertigen dieses Investment.
Portel.de: Gestatten Sie zur Messe-Halbzeit noch eine Frage zur neuen CeBIT: Wie ist es bislang für Sie gelaufen und soll das Messekonzept so beibehalten werden?
A.Lendners: Wir haben einen großen Zustrom von Geschäftskunden verzeichnet - sogar mehr als im Vorjahr -, die sehr offen mit uns über ihre zukünftige Kommunikationsstrategie diskutiert haben. Das ist sehr erfreulich. Mir gefällt insbesondere, dass Themen wie Sicherheit und wie sich LAN-Infrastruktur am besten weiterentwickeln lässt, auf steigendes Interesse stoßen. Ich denke, das neue Messekonzept hat Früchte getragen.
Portel.de: Herr Lendner, herzlichen Dank für das aufschlussreiche Gespräch!
*) Andreas Lendner ist Vertriebs-Chef für Unternehmenslösungen von Alcatel-Lucent in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH).
Alcatel-Lucent (Euronext Paris und NYSE: ALU)
liefert Lösungen, mit denen Diensteanbieter, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen weltweit Endkunden Sprach-, Daten- und Video-Kommunikationsdienste bereitstellen können. Als Marktführer bei Festnetz, Mobilfunk und konvergenten Breitbandnetzen, bei IP-basierten Technologien, Anwendungen und Diensten liefert Alcatel-Lucent Ende-zu-Ende-Lösungen für Kommunikationsdienste für Menschen zu Hause, am Arbeitsplatz und unterwegs. Alcatel-Lucent ist in mehr als 130 Ländern präsent und damit weltweit ein lokaler Partner. Das Unternehmen hat das erfahrenste Serviceteam der Branche und Einrichtungen für Forschung, Technologie und Innovation, die zu den größten in der Telekommunikation zählen. Alcatel-Lucent erzielte 2007 einen Umsatz von 17,8 Milliarden Euro, ist in Frankreich eingetragen und hat seine Zentrale in Paris.